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Mrz
09

Neue Mobilität dank Elektrofahrrad: Drei Tipps für Senioren

Neue Mobilität dank Elektrofahrrad: Drei Tipps für Senioren
Ob Pedelec oder “normales Rad”: Der Start in die Saison ist nicht mehr weit entfernt.

Pedelecs und E-Bikes werden immer beliebter: Laut Fahrradclub ADFC sind rund 3,5 Millionen Deutsche auf Elektrofahrrädern unterwegs. 2017 sind im Vergleich zum Vorjahr etwa 700.000 Elektroräder hinzugekommen, was einem Anstieg von rund 25 Prozent entspricht. Das ist wenig verwunderlich angesichts der zahlreichen Vorteile, die E-Bikes und Pedelecs mit sich bringen. Insbesondere Senioren schätzen die neue Mobilität, die ihnen der Elektroantrieb verschafft. Drei Tipps helfen im Umgang mit der ungewohnten Technik.

zwischen Pedelec (“Pedal Electric Cycle”) und E-Bikes gibt es Unterschiede: Pedelec-Fahrer bekommen nur dann Unterstützung durch den Motor, wenn sie in die Pedale treten. E-Bikes hingegen können komplett ohne Pedalkraft fahren. Beim Kauf eines E-Bikes oder Pedelecs gilt es einiges zu beachten, denn im Gegensatz zum normalen Fahrrad erfordert die neue Art der Mobilität auch einige Vorsichtsmaßnahmen. Laut Statistischem Bundesamt wurden von Januar bis einschließlich September 2017 bundesweit knapp 4.300 Unfälle mit Personenschäden registriert, an denen Pedelecs beteiligt waren – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit man von Anfang an sicher auf einem Elektrorad unterwegs ist, gibt es hilfreiche Tipps.

Erstens: Die richtigen Überlegungen vor dem Kauf

Vor dem Kauf sollte die Frage stehen, wie das Pedelec oder E-Bike hauptsächlich genutzt werden soll – für Stadtfahrten oder für Fahrradtouren. Die durchschnittliche Länge der geplanten Strecken ist ein weiteres Kriterium für die Kaufentscheidung. Zusammen mit der Häufigkeit der Nutzung lässt sich so abschätzen, wie weit und wie lange der Fahrrad-Akku halten muss.

Wie bei jedem Fahrradkauf spielt die passende Rahmengröße eine Rolle. Zudem müssen E-Bike oder Pedelec auf den Fahrer richtig eingestellt werden. Hierzu gehört unter anderem die Anpassung von Sattel, Lenker und Bremsgriffen. Eine Probefahrt ist zudem unverzichtbar. Hierbei wird getestet, wie sich das Rad in verschiedenen Fahrsituationen verhält. Zudem können die Unterstützung des Motors und die Bremsen ausprobiert werden. Wichtig ist, dass das Rad insgesamt ein sicheres Fahrgefühl vermittelt. Die Deutsche Seniorenliga bietet auf ihrer Internetseite unter www.deutsche-seniorenliga.de eine Pedelec-Checkliste zum Download oder kostenfreien Versand an.

Wer einen Fahrradträger für das Auto nutzt, sollte darauf achten, welche maximale Belastungsgrenze dieser Träger hat: Dadurch, dass Pedelecs ein höheres Gewicht haben, kann es vorkommen, dass ein bisher verwendetes Trägersystem nicht mehr ausreicht.

Zweitens: Sich mit dem Elektrofahrrad vertraut machen

Für Elektrofahrrad-Neulinge ist es ratsam, sich vor den ersten Ausfahrten ausgiebig mit dem Elektrofahrrad vertraut zu machen. Insbesondere für Senioren, die vielleicht länger nicht mit einem Fahrrad unterwegs waren, ist der richtige Umgang mit dem E-Bike oder Pedelec Voraussetzung für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr.

Es bietet sich an, die ersten Fahrten auf einer Strecke oder einem Platz ohne Verkehr zu unternehmen. Hier sollte das Anfahren, das Schalten und Bremsen ausgetestet werden. Da die Bremsen bei einem Elektrorad in der Regel wesentlich stärker ausgelegt sind als bei einem normalen Fahrrad, gilt es die für jede Situation passende Dosierung zu finden. Bedingt durch das höhere Gewicht und die höhere Geschwindigkeit des E-Bikes wird der Bremsweg länger und dadurch häufig unterschätzt.

Vorausschauendes Fahren ist dringend ratsam – das gilt auch mit Blick auf andere Verkehrsteilnehmer: Autofahrer beispielsweise schätzen die höhere Geschwindigkeit von Pedelecs und E-Bikes oft falsch ein, so dass es zu gefährlichen Situationen kommen kann. Auch an die Schubkraft des Motors muss sich ein Elektrofahrrad-Neuling erst gewöhnen. Experten raten, mit wenig Motorunterstützung zu starten und die Kraft erst mit gewonnener Sicherheit sukzessive zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile für Anfänger eine Vielzahl an E-Bike/Pedelec-Kursen – unter anderem speziell für Senioren – zur Verbesserung der Sicherheit.

Drittens: Mit Sicherheit unterwegs

Viele tödliche Fahrradunfälle resultieren aus Kopfverletzungen. Obwohl es keine gesetzliche Fahrradhelmpflicht gibt, dennoch sollten insbesondere E-Bike-Fahrer zur eigenen Sicherheit immer mit Helm unterwegs sein. Im Fachhandel gibt es eine vielfältige Auswahl an Helmen und mit der richtigen Beratung findet jeder einen passenden Helm. Wichtig ist, dass der Helm richtig angepasst wird und bequem sitzt. In der Dunkelheit sorgen Warnwesten und Reflektoren an der Kleidung dafür, dass die Radfahrer nicht übersehen werden. Für Senioren kann der wichtige Schulterblick eine Herausforderung sein. Dann hilft ein Rückspiegel am Fahrrad, den rückwärtigen Verkehr im Auge zu behalten.

Zur Sicherheit gehört es auch, dass die Technik der Elektrofahrräder regelmäßig gewartet wird. Über die Wartungsintervalle geben die Händler Auskunft. Vor jedem Start sollte allerdings generell der Akkuzustand sowie die Beleuchtung des Rades überprüft werden. Wie bei anderen Fahrrädern auch muss auch der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden.

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